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Was ist Pilates?
von Silke Bull
Die Pilates Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen, aber meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training schließt Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung ein. Es ist bedingt auch zur Rehabilitation nach Unfällen geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Methode, um Bewegungs- und
Haltungsfehler zu vermeiden. Generell ist die Verletzungsgefahr jedoch eher gering.
Die wesentlichen Prinzipien der Pilates Methode sind Kontrolle, Konzentration, bewusste Atmung, Zentrierung, Entspannung, Bewegungsfluss und Koordination. Angestrebt werden die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung von Kondition und Bewegungskoordination, eine Verbesserung der Körperhaltung, die Anregung des Kreislaufs und eine erhöhte Körperwahrnehmung. Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte Stützmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke geschont werden. Gleichzeitig wird die Atmung geschult. Anfänger sollten das Training nach Ansicht von Anbietern mit einer Einzelstunde bei einem klassisch ausgebildeten Trainer beginnen und danach zu Geräten wechseln, die sie bei der exakten Ausführung der Übungen unterstützen. Pilates hat die fünf klassischen Geräte (Reformer, Cadillac, Chair, Barrel, Spine Corrector) erfunden, um den Schülern eine Unterstützung bei der Ausführung der Übungen zu geben. Das weit verbreitete Mattentraining wird erst für Fortgeschrittene empfohlen. Die rund 500 Pilates Übungen wechseln ab zwischen Dehnung und Kräftigung der Muskulatur.
Eine klassische Pilatesstunde gestalte ich folgendermaßen:
1. Aufwärmübungen im Stand
– Armkreisen/Armschwünge
– Roll up and Down
– Beinschwünge oder am Boden liegend:
– Kopfwenden mit Anleitung Pilatesatmung
– Armkreisen mit Rotation im Schultergelenk
– Hüftgelengsmobilisation
– Beckenmobilisation mit leichten Beckenkippungen, in Kombination mit Ein und
Ausatmung, um die Neutrale Wirbelsäulenposition einzunehmen
2. Hauptteil
Kräftigungs und Dehnübungen mit Aktivierung der Bauchm., Beckenbodenm.
– The Hundreds
– Single Leg Stretch
– Spine Stretch
– Double Leg Stretch
– Roll Up and Down
– Rollining like a Ball (für Skoliose u. Bandscheiben Pat. nicht geeignet)
– Side Kick Serie
– Single Leg Kick
– Push Ups (Vorsicht bei Nackenbeschwerden, Übungen modifizieren) usw.
3. Ausklang
Entspannung zum Beispiel Traumreisen
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